Simbabwe Tipps von A-Z
Wir haben für Sie eine Reihe an wichtigen Informationen zusammengestellt, die Sie sowohl für die Vorbereitung Ihrer Reise nach Simbabwe als auch für die Reise selbst nutzen können. Bitte beachten Sie hierzu auch unseren Haftungsausschluss am Ende unserer Tipps. Die Angaben zu den aufgeführten Tipps können sich stets ändern, ohne dass wir davon Kenntnis erlangen. Selbstverständlich dürfen Sie uns persönlich ansprechen, falls Sie weiterführende Fragen haben. Die folgenden Tipps, Informationen sind alphabetisch nach Themen geordnet.
Ausrüstung
Sonnenbrille, Kopfbedeckung, Sonnencreme (Sunblocker), Lippenbalsam, feste und bequeme Schuhe (z.B. Outdoor-Schuhe), Zip-Off-Hose (um die Beinlänge variieren zu können), Warme Jacke, evtl. Regen- oder Softshelljacke. Tragen Sie bei Pirschfahrten idealerweise keine Kleidung mit grellen, bunten Farben sondern Naturtöne. Fernglas, Taschenmesser (nicht im Handgepäck transportieren), Taschenlampe, Insektenschutzmittel, persönliche Medikamente und eine Reiseapotheke.
Hinweis: Packen Sie sicherheitshalber Kleidung, wichtige Medikamente und Kosmetikartikel für den ersten Tag Ihrer Reise ins Handgepäck, für den seltenen Fall, dass Sie schneller im Reiseland ankommen als Ihr Koffer.
Ärztliche Versorgung
Die medizinische Versorgung auf dem Lande sowie in der Hauptstadt ist mit dem europäischen Standard nicht vergleichbar. In der Hauptstadt gibt es einige Privat-Kliniken sowie staatliche Krankenhäuser. Schwer erkrankte Personen sollten nach Südafrika oder Deutschland geflogen werden. In vielen Apotheken findet sich eine zufriedenstellende Ausstattung mit Medikamenten. Bei Reisen in abgelegene Landesteile sollten Sie jedoch eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Hier ist eine Beratung durch einen Tropenarzt/Reisemediziner sinnvoll.
Auf Grund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine gute medizinische Behandlung empfohlen wir Ihnen, vor Antritt der Reise eine hier gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug miteinschließt. Medizinische Evakuierungen bietet im Gastland Medical Air Rescue Services International – MARS und Emergency Medical Rescue Services – EMRES an. Im medizinischen Notfall wird der komplette Patiententransfer, inklusive Benachrichtigung aller Facharztrichtungen, nach Südafrika organisiert.
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft in Harare:
30, Ceres Road,
Avondale, Harare.
Telefon: (+263) 242 308 655, (+263) 4 30 86 56, (+263) 4 33 22 92, (+263) 4 33 23 26
Telefonnummer für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten: (+263) 772 568 343
Mail: info@harare.diplo.de
Notfallnummer: (+263) 772 568 343 (keine Visaangelegenheiten)
Postadresse:
Embassy of the Federal Republic of Germany,
P.O. Box A 1475,
Harare, Simbabwe
Schweizer Botschaft in Harare:
9, Lanark Rd, Belgravia,
Harare, Simbabwe
Telefon: (+263) 24 2703 997
Notfallnummer außerhalb der Öffnungszeiten: (+41) 800 24 7 365, Fax: (+41) 58 462 78 66
Österreichisches Honorarkonsulat in Harare, Simbabwe
11 Dunkirk Drive, Alexandra Park,
Harare, Simbabwe
Telefon: (+263) (4) 745 387
Dokumente
Reisepass (muss mind. 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig sein).
Bei der Einreise nach Simbabwe (ohne Transit) müssen im Reisepasse mindestens 4 leere Seiten vorhanden sein (gegenüberliegend).
Bei Einreisen mit Transitflügen via Südafrika und Rückflug via Südafrika ist zu beachten, dass sowohl die südafrikanischen als auch die simbabwischen Einreisebehörden verlangen, dass in jedem Pass mindestens noch sechs leere (gegenüberliegende) Seiten verfügbar sind. Simbabwe und Südafrika verlangen jeweils zwei aufeinanderfolgende leere visierfähige Seiten in jedem Pass für die Ein- und Ausreise. Darüber hinaus verlangen beide Länder zusätzlich zwei weitere leere, Seiten.
Flugplan/Tickets/Voucher
Sicherheitskopie von allen wichtigen Dokumenten (auf der Reise getrennt vom Original aufbewahren)
Internationaler Impfausweis/Impfpass (falls vorhanden)
Reiseversicherungsunterlagen
Sonstige Reiseunterlagen
Hinweis: Bitte machen Sie von Ihrem Reisepass eine Kopie und hinterlegen diese digital auf Ihrem E-Mail-Konto oder ausgedruckt bei jemandem, der die Kopie im Notfall per E-Mail oder per Fax zu Ihnen schicken kann. Im Fall eines Verlustes ist eine Kopie sehr hilfreich für die Beschaffung von Ersatz.
Einreisebestimmungen/Visum
Für die Einreise benötigen Sie einen gültigen Reisepass, Kinder einen Kinderreisepass, der über den Rückreisetermin hinaus mindestens 6 Monate gültig sein muss und noch über 6 freie Seiten verfügt. Maschinenlesbare Pässe, die verlängert wurden, werden nicht akzeptiert.
Es kann ein Nachweis über ausreichende Geldmittel und des Rückflugtickets verlangt werden.
Des Weiteren benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Simbabwe ein touristisches Visum (Gültigkeit max. 3 Monate). Dieses kann bei der Einreise sowohl an den Landesgrenzen als auch an den Flughäfen in bar (passend) erworben werden. Manche Besucher müssen ihr Visum vor ihrer Ankunft beantragen – bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Botschaft über die Visabestimmungen der Regierung Simbabwe.
Simbabwes Visagebühren für Besucher, die berechtigt sind, ein Visum bei der Einreise zu bekommen, sind wie folgt:
Aus Europa: US$ 30,- für ein einfaches Einreisevisum (Single-Entry-Visum)/US$ 45,- für ein zweifaches Einreisevisum. Es ist dringend erforderlich, kleine US-Dollar Scheine parat zu haben, da die Beamten an den Grenzübergängen in aller Regel nicht wechseln können oder wollen.
Um die Grenzübertritte zu beschleunigen, bietet die Einwanderungsbehörde von Simbabwe allen ankommenden Reisenden jetzt ein Online-Anmeldeformular an.
So funktioniert es:
Füllen Sie das Formular online aus, bevor Sie an der Grenze ankommen (wir empfehlen dies dringend).
Falls Sie es nicht im Voraus ausgefüllt haben, können Sie es bei Ihrer Ankunft nachholen.
Die Einreisebehörde stellt Ihnen Geräte zur Verfügung. Gäste können aber auch eigene Geräte verwenden, sofern sie über eine stabile Internetverbindung verfügen.
Wenn Sie das Formular online ausfüllen, müssen Sie die Papierversion nicht ausfüllen.
Dies gilt für alle Einreisen, einschließlich des Flughafens Victoria Falls.
Hier klicken, um zum Formular zu gelangen.
Kaza Univisa – Simbabwe und Sambia
Reisende, die planen sowohl Simbabwe als auch Sambia zu besuchen, sollten ein UniVisa beantragen (auch Kaza Visa genannt). Das Visum kann sowohl vor Reiseantritt ausgestellt werden, als auch an den Grenzübertrittstellen, allerdings ohne Gewähr. Das UniVisa ermöglicht es Reisenden für 30 Tage innerhalb von Simbabwe und Sambia zu reisen, und es gilt zudem für Tagesausflüge nach Botswana. Reisende müssen in Simbabwe und Sambia bleiben, damit das Visum gültig bleibt. Tagesausflüge nach Botswana beinträchtigen die Gültigkeit des Visums nicht, solange die Reisenden am gleichen Tag nach Simbabwe oder Sambia zurückkehren.
Detaillierte Informationen zu den Visa erhalten Sie außerdem beim Department of Immigration Zimbabwe oder bei der simbabwischen Botschaft in Berlin.
Unabhängig vom Visum muss für die Einreise ein Ankunftsformular ausgefüllt werden. Wir empfehlen Ihnen, das Formular bereits vor Ihrer Reise online auszufüllen und einen Screenshot Ihres ausgefüllten Formulars als Beweis aufzunehmen, um diesen bei Bedarf bei der Einreise vorzeigen zu können.
https://evisa.gov.zw/app/index.html#/sign-in
Alternativ kann das Formular bei der Einreise in Papierform ausgefüllt werden. Änderungen bei den Gebühren oder den Einreisebestimmungen sind kurzfristig und ohne Vorankündigung möglich, ohne dass wir oder das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet werden. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate.
Anmerkungen: Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.
Ausreisesteuern
Internationale Ausreisesteuern sind in den Flugpreisen bereits inbegriffen. Für Transfers mit dem Leichtflugzeug vom Victoria Falls Airport nach Livingstone oder Kasane muss eine internationale Ausreisesteuer in Höhe von US$ 35,- pro Person und eine AIDF Abgabe von US$ 15,- (insgesamt US$ 50,- pro Person) in bar bezahlt werden.
Ausreisesteuern für Inlandsflüge müssen für alle Flüge, die von einem registrierten und bemannten Flughafen starten, in bar am Flughafen bezahlt werden. Zu diesen gehören Harare, Bulowayo, Kariba, Hwange und Victoria Falls Airport. Die Höhe beträgt US$ 10,- Ausreisesteuer + US$ 5,- AIDF Abgabe = US$ 15,- pro Person. Wir empfehlen den Betrag in kleinen Scheinen bereit zu haben, um eine schnelle und einfachere Abwicklung zu ermöglichen, da Wechselgeld nicht immer vorhanden ist. Traveller Schecks und Kreditkarten werden NICHT akzeptiert.
Feiertage
01. Januar Neujahr (New Years Day)
21. Februar Robert Gabriel Mugabe National Youth Day
Karfreitag/Ostermontag Ostern
18. April Independence Day
01. Mai Tag der Arbeit (Workers Day)
25. Mai Afrikatag (Africa Day)
2. Montag im August Tag der Helden (Heros Day)
2. Dienstag im August Tag der Streitkräfte (Armed Forces Day)
22. Dezember Tag der Einheit (Unity Day)
25./26. Dezember Weihnachten (Chrismas Day)
Flughafen
Es gibt die Möglichkeit nach Harare, der Hauptstadt zu fliegen (HRE) oder direkt zum Flughafen Victoria Falls (VFA).
Fotografien/Filmen
Das Filmen und Fotografieren von militärischen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Brücken, Polizeistationen, Bahnhöfen, uniformierte Personen, Regierungsgebäuden, Nationalflaggen sowie der Amtssitz des Präsidenten „das Zimbabwe House“ oder „State House“ in Harare etc.) ist verboten und strafbar! Bitte fotografieren/filmen Sie Menschen nur mit deren Einverständnis. Machen Sie keine „Schnappschuss-Fotografie“ im öffentlichen Raum.Denken Sie an eine Ersatzspeicherkarte- und Ersatzbatterien/-akkus, dies ist in Simbabwe nur schwer zu bekommen.
Geld
Die bisher gängige Währung in Simbabwe, der US-Dollar, wurde im Juni 2019 durch den Simbabwe Dollar ersetzt und jegliche Fremdwährungen wurden als Zahlungsmittel verboten. Für den Tourismus hat dies jedoch kaum Auswirkungen. Da der Tourismus als Exportindustrie gilt, ist der US-Dollar wichtig für das Land und wird daher von den meisten Unternehmen gern gesehen. Eintrittsgelder, Rechnungen in Lodges oder Hotels werden den Reisenden weiterhin in US-Dollar berechnet und diese können entweder in bar oder per Kreditkarte beglichen werden. (Visa-Kreditkarten sind beliebter, Mastercard-Kreditkarten werden nur teilweise akzeptiert) und werden eher akzeptiert als Mastercard-Kreditkarten). Wir empfehlen ausreichend Bargeld mitzunehmen, weisen aber auf das erhöhte Diebstahlrisiko hin. Bargeldtausch von Euro in Dollar ist meist bei allen großen Bankfilialen möglich. Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über „Western Union“ Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet „Western Union“ mit der „Reisebank“ zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. In Simbabwe ist es mittlerweile nahezu unmöglich Geld mit internationalen Karten abzuheben, wir empfehlen Ihnen daher dringend ausreichend Bargeld mitzunehmen. Es dürfen bis zu 2.000,- US-Dollar eingeführt werden. Gegebenenfalls muss ein Nachweis erbracht werden können, woher das Geld kommt. Achten Sie darauf, dass Sie US-Dollar-Noten ab 2007 haben, ältere werden in der Regel nicht akzeptiert.
Grenzübergänge
Nach Botswana
Plumtree 6:00 Uhr – 20:00 Uhr
Kazungula 6:00 Uhr – 20:00 Uhr
Nach Südafrika
Beitbridge 5:30 Uhr – 22:30 Uhr
Nach Sambia
Chirundu 6:00 Uhr – 18:00 Uhr
Kariba 6:00 Uhr – 18:00 Uhr
Victoria Falls 6:00 Uhr – 20:00 Uhr
Nach Mosambik
Mutare 6:00 Uhr – 18:00 Uhr
Nyamapanda 6:00 Uhr – 18:00 Uhr
Bitte beachten Sie, dass alle Zeitangaben ohne Gewähr sind und sich innerhalb kurzer Zeit und ohne Vorankündigung ändern können.
Impfungen und Gesundheit
Bei der direkten Einreise aus Europa sind derzeit keine Pflichtimpfungen vorgesehen, bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich (siehe auch www.who.int). Wir empfehlen Ihnen die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen, zu vervollständigen oder ggf. aufzufrischen (www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio, Mumps, Masern und Röteln (MMR). Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Hepatitis B empfohlen.
Malaria
Malaria tritt landesweit auf. Besonders hohe Risiken bestehen im Norden (Sambesital), im Osten/Südosten (Grenze zu Mosambik) und in der Region um die Viktoriafälle. Geringe Risiken bestehen in Harare, Bulawayo und in Höhen über 1200 m. Durch starke Regenfälle ist immer wieder auch der Süden Simbabwes stärker als üblich von der Malaria belastet.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Bitte lassen Sie sich vor Ihrer Reise von einem Tropenarzt bezüglich einer Malaria-Prophylaxe beraten. Eine Einnahme einer Malariaprophylaxe wird ganjährig empfohlen.
Um möglichst gar nicht erst gestochen zu werden, empfiehlt es sich vor allem in den Abendstunden helle Kleidung, lange Hosen und Socken zu tragen, ebenso ist ein langärmeliges Oberteil sinnvoll. Sprühen Sie nicht nur Ihre Knöchel und unbedeckten Hautpartien gut ein, sondern am besten auch Ihre Socken und falls vorhanden, das Moskitonetz über Ihrem Bett. Zudem gibt es Imprägnierspray (in Apotheken erhältlich, z.B. von NOBITE) oder bereits imprägnierte Kleidung (z.B. von NosiLife). Die Anopheles-Mücken sind in der Abenddämmerung am angriffslustigsten. Sie lieben die Nähe zum Wasser und Windstille. Wir empfehlen Ihnen ein chemisches Insektenmittel (z.B. Anti Brumm). Insektenmittel auf biologischer Basis sind leider meist nicht ausreichend.
Das Auswärtige Amt hat zur Expositionsproyhlaxe ein sehr gutes Infoblatt zusammengestellt.
https://www.auswaertiges-amt.de/blob/251022/943b4cd16cd1693bcdd2728ef29b85a7/expositionsprophylaxeinsektenstiche-data.pdf
HIV/Aids
HIV/AIDS ist in Simbabwe ein großes Problem und eine ernste Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Mehr als 10% der Bevölkerung ist HIV-positiv, damit ist das Land eines der am schlimmsten betroffenen Länder weltweit! Durch Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen), sexuelle Kontakte und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Mit Beginn der Regenzeit (November bis März) treten regelmäßig Durchfallepidemien im Lande auf, die teils durch Typhus- und Cholera verursacht sind. Meistens sind ländliche Gebiete Simbabwes betroffen. Aber auch in der Hauptstadt Harare können diese schweren Erkrankungen gelegentlich auftreten. Die Ursache dieser Epidemien ist in der Regel der Mangel an sauberem Trinkwasser, da z.B. nur die Hälfte der Einwohner Harares mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden können. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und insbesondere Cholera vermeiden. Bitte beachten Sie einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser! Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer nach dem Stuhlgang, immer vor der Zubereitung von Essen und vor dem Essen. Verwenden Sie Einmalhandtücher und führen Sie eine Handdesinfektion durch, wo immer Sie es für angebracht halten.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Es kann sporadisch im Norden des Landes – vor allem im Karibabecken und auch bei Safari-Touristen zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen. Die Übertragung erfolgt durch die große, tagaktive Tsetse-Fliege mit einem schmerzhaften Stich, die auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten. Es ist ratsam, helle, körperbedeckte Kleidung zu tragen (keine blaue oder schwarze Kleidung, diese ziehen die Tiere sogar an) und reichlich Insektenschutzmittel aufzutragen. Eine Impfung existiert nicht.
Kleidung
In den kühleren Monaten von Mai bis Ende August ist es morgens und abends sehr kühl und man benötigt eine warme Jacke, tagsüber ist es sommerlich warm. In den restlichen Monaten reicht abends ein Pullover oder eine Jacke. Für Safaris im offenen Geländewagen ist im Afrikanischen Winter (Mai bis Ende September) ggf. zudem eine Mütze und ein Schal erforderlich und auch Nachtfrost ist keine Seltenheit, so dass lange, warme Thermo-Unterwäsche bei Übernachtungen im Zelt zu empfehlen ist.
Für die übrige Zeit empfehlen wir eine leichte, helle und gut waschbare Sommerbekleidung. In den Monaten Oktober und November fallen die Temperaturen in der Regel nur nachts unter 30 Grad Celsius.
Kleidung in „Tarnfarbe“ und „Militäroptik“ ist verboten!
Die meisten Unterkünfte bieten einen Wäscheservice an.
Klima
Reisen nach Simbabwe sind ganzjährig möglich. Simbabwe hat ein subtropisches bis tropisches Klima. Regenzeit ist von November bis März, wo 90% der Niederschläge fallen, eine kühle Trockenzeit herrscht von Mai bis August und eine warme Trockenzeit besteht von August bis Oktober. Der afrikanische Sommer ist feucht und schwül-heiß mit Temperaturen zwischen 25-30°C im Hochland, im Winter ist es mit bis zu 25°C angenehm mild, es kann jedoch hin und wieder zu Nachtfrost kommen.
Die beste Zeit für Safaris sind die trockenen Monate (März bis November), während sich die Wasserfälle am besten in der Regenzeit bewundern lassen.
Öffnungszeiten
Geschäfte haben meistens von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr – 18.00 Uhr geöffnet, außerdem Samstag vormittags. Viele kleinere Geschäfte haben aber auch noch abends oder sonntags geöffnet.
Sicherheit/Kriminalität
Auf Grund der schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung führte dies zu einem Anstieg der Kriminalität. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Wertsachen sowie Handtaschen, Fotoapparate u.s.w. sollten nie sichtbar im Auto liegen. Unternehmen Sie außerdem keine Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren! Außerdem dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Infos, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. In Notfällen ist davon auszugehen, dass Sie von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe bekommen.
Krisenvorsorgeliste: Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste
http://elefand.diplo.de/
einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis: Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Sprache
Die Amtssprache ist Englisch. Seit der Änderung der Verfassung im Jahre 2013 hat Simbabwe jedoch 16 gleichberechtigte Amtssprachen.
Strom
Die Stromspannung beträgt 220 Volt. Es werden 3-polige Stecker Typ G benutzt. Durch die Abgeschiedenheit einiger Regionen kann die Versorgung zeitweise unterbrochen sein und es kann bis zu einigen Tagen dauern, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist. In diesen Fällen wird meist ein Generator eingesetzt, der wegen der Lärmbelästigung in der Regel von 22 Uhr bis zum Morgen nicht in Betrieb ist. Viele Unterkünfte erzeugen auch ihren eigenen Strom. Wir empfehlen Ihnen eine Taschenlampe und Ersatzakkus-/batterien für die Kamera mitzunehmen.
Telefon
Die Ländervorwahl für Simbabwe ist +263. Das Mobiltelefon funktioniert nur in der Nähe größerer Städte. Dort gibt es auch Internetcafés, in denen die Netzverbindungen jedoch meist sehr langsam sind. Internationale Gespräche kann man in kleinen Telefonläden führen, die es in allen größeren Orten gibt.
Trinkgeld
Das Lohnniveau unter der Bevölkerung ist nicht sehr hoch, daher empfehlen wir, in den Unterkünften ein Trinkgeld für die Angestellten zu geben. Das muss nicht hoch sein, zeigt aber die Anerkennung gegenüber der geleisteten Arbeit und ist für die Landbevölkerung viel Geld. Dafür sollten Sie möglichst kleine US-Dollarscheine mitnehmen. Außerdem sind kleine Geschenke wie T-Shirts, Kugelschreiber o.ä. sehr beliebt.
Um Ihnen eine Vorstellung zu geben haben wir Ihnen eine kleine Auflistung zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass ausländische Münzen nicht umgetauscht werden können. Bitte geben Sie daher nur Scheine (USD, EUR, ZAR) als Trinkgeld.
Guides in den Camps: 5 – 10 USD pro Tag, pro Gast
Mokoro-Fahrer: 5 – 10 USD pro Fahrer
Sonstige Mitareiter: 5 – 10 USD pro Tag
Trinkwasser
Bitte achten Sie darauf, dass Sie nur abgekochtes Wasser zu sich nehmen und auch zum Zähneputzen kein Leitungswasser nutzen. Die Unterkünfte haben in der Regel gutes Essen und halten für Sie Trinkwasser bereit.
Victoriafälle
Für Aktivitäten an den Victoriafällen in Simbabwe ist es erforderlich, US-Dollar in kleinen Scheinen (keine 100 US-Dollar Scheine) mitzunehmen. Für die Bezahlung von Aktivitäten werden auch EUR, ZAR und BWP akzeptiert, dann jedoch zu einem sehr unterschiedlichen, oftmals schlechteren Kurs. Da es in Simbabwe mittlerweile nahezu unmöglich ist, Geld mit internationalen Karten abzuheben, empfehlen wir Ihnen entsprechend Bargeld mitzunehmen, sollten Sie an Aktivitäten an den Victoriafällen interessiert sein.
Zeitverschiebung
Simbabwe ist der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) während der Winterzeit in Europa um eine Stunde voraus. Im europäischen Sommer gibt es keine Zeitverschiebung.
Zollvorschriften
Bei der Ausfuhr von Produkten aus Tieren und Pflanzen sind die Vorschriften des „Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens" zu beachten (keine Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere oder Pflanzen hergestellt sind). Grundsätzlich können Gegenstände für den persönlichen Bedarf und Souvenirs zollfrei ausgeführt werden. Die Ein- und Ausfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten.
Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Wir wünschen Ihnen eine schöne Reise!
iNTABA – TRAUMREISEN NACH AFRIKA
Stand: 28. April 2025
Haftungsausschluss
Die hier angeführten Tipps und Hinweise beruhen auf den, zum Zeitpunkt der Zusammenstellung, verfügbare und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit aller Informationen übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können wir nicht übernehmen. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Sach- und Gefahrenlagen sowie gesetzliche Vorschriften können sich jederzeit ändern, ohne dass wir hiervon Kenntnis erlangen. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung wird daher empfohlen.
Für Ihre Gesundheit bleiben Sie stets selbst verantwortlich. Wir raten Ihnen einen entsprechenden Auslandskrankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
Informationen erhalten Sie auch über das Auswärtige Amt:
Auswärtiges Amt, Bürgerservice Arbeitseinheit D-11013 Berlin, www.auswaertiges-amt.de
Telefon und Fax: Telefonzentrale: (24-Stunden-Service): +49 30 1817 0
Bürgerservice: (Mo bis Fr 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr): +49 30 1817 2000
Telefax: +49 30 1817 51000
Postanschrift: Auswärtiges Amt, 11013 Berlin